Projekt Zukunft: Unser Engagement im Senegal im Dezember 2018

Es ist kaum zu glauben, aber unsere Aktivitäten im Ort Baria im Senegal haben eigentlich erst im September richtig “offiziell” begonnen, auch wenn die Planungsphase dazu bis ins Frühjahr zurückreicht. Projekte, die im weitesten Sinne als Entwicklungshilfe zu bezeichnen sind, brauchen an sich lange, bis sie einen meßbaren Effekt zeigen. Umso mehr sind wir erfreut, was unser Engagement in Baria bereits alles an Veränderungen bewirkt hat. So gehen schon jetzt deutlich mehr Kinder in die Schule als früher. Der neue Brunnen ist so beliebt, dass die täglichen Einnahmen für das Wasser sehr gut ausreichen, um Wartung und eventuelle Reparaturen zu finanzieren. So schön diese ersten, wirklich deutlichen Erfolge sind, ist unsere Arbeit langfristig ausgerichtet.
 
Gabis erster Besuch in Baria fiel zwar mit dem Bau des Brunnens zusammen, diente jedoch vor allem dazu, so viel wie möglich aus eigener Anschauung über die Verhältnisse im Ort zu lernen und diese hinsichtlich weiterer Vorhaben einzuordnen. Die vielen Menschen, mit denen sie dabei schon vorher via Chat und Skype Kontakt hatte, waren dabei eine wertvolle Hilfe.
 
Im Anschluß an den Besuch wurden die vielen gesammelten Informationen ausgewertet und eine nach Wichtigkeit sortierte Liste mit Projekten erstellt. Ganz zentral erwies sich dabei das Thema Zukunft. Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft, und alles, was wir hier zum Positiven beeinflussen können, ist eine lohnende Investition.

 

Was gerade passiert

 
Aus diesem Grund drehen sich unsere momentanen Aktivitäten alle um die Schule, um Bildung und um die Schaffung eines Umfelds, das insbesondere auch den Zugang von Mädchen zu Bildung fördert. Konkret haben sich daraus 3 Projekte ergeben, die nun in Umsetzung sind:
 
Mithilfe eines betterplace-Projekts finanzieren wir die Elektrifizierung der Schule mit Solarstrom. Das wird die Qualität des Unterrichts drastisch erhöhen, weil mit gleichmäßigem Licht zu jeder Zeit sowie dem Betrieb einiger einfacher Elektrogeräte vieles leichter wird. Dank starker Batterien kann die Schule so auch abends als Treffpunkt für Menschen aus dem Dorf dienen. Bisher hat in Baria nur die Krankenstation Strom, aber nur in minmalem Umfang. Wir haben bereits 1500 Euro aus der Twitter-Adventsaktion #hand2hand2018, die zu unseren Gunsten läuft, auf dieses Projekt eingezahlt. Über weitere Spenden für dieses Projekt sind wir sehr dankbar: https://www.betterplace.org/de/projects/66832-solarstrom-fur-baria
 
Gleichzeitig läuft bereits der Bau eines Schulgartens auf einer Fläche von ca. 5000qm. Dieser große Garten ist umzäunt, damit die Pflanzen nicht von Tieren gefressen oder zerstört werden können. Die Frauen des Dorfs können hier unter hervorragenden Bedingungen Gemüse anbauen. Hierzu besorgen wir auch die Sämereien. Es werden Bäume gepflanzt, darunter der sehr vielseitig nutzbare Moringa-Baum. Die Kosten zur Ersteinrichtung des Schulgartens, ca. 3500 Euro, sind durch Eure Spenden bereits abgedeckt. Auf den Fotos ist sehr gut zu sehen, wie die Umzäunung entsteht. Die Zaunrollen werden mit einfachen Booten über den Fluß transportiert und dann mit Eselskarren ins Dorf gebracht.
 
Beginnend im Dezember haben wir ein Patenschaftsprogramm aufgesetzt, mit dem wir nach Möglichkeit am Ende für alle derzeit 180 Schüler eine bessere Versorgung mit Schulmaterialien, Essen, medizinischer Vorsorge und Kleidung erreichen wollen. Durch eine Gemeinschaftskomponente sollen auf jeden Fall auch die Kinder von diesem Programm profitieren, die noch keinen Paten haben.
Von den 180 Schülern sind alleine 70 Kinder in der ersten Klasse. Davon sind 25 Mädchen. In den anderen Klassen sind im Schnitt nur 6 Mädchen. Dies ist ein direkter Effekt der Hoffnung, die in unser Engagement vor Ort gesetzt wird. Wenn ihr mehr Details zum Patenschaftsprogramm erfahren wollt, dann schaut einfach hier: http://www.heimatstern.org/paten-senegal/
Auf weiteren Bildern ist gut zu sehen, wie inzwischen auch ein im September noch komplett eingewachsenes Gebäude freigeschnitten wurde, um als weiterer Klassenraum genutzt zu werden. Dieses Gebäude wurde nie richtig fertiggestellt und hat derzeit nur ein einfaches Strohdach.

 

Ausblick 

In welchen Bereichen wir danach weitermachen, wird sich nach Gabis Besuch in Baria im Januar ergeben. Klar ist, dass wir weiterhin den Schwerpunkt Bildung verfolgen werden. Rund um die Schule gibt es noch jede Menge Arbeit, und wir werden hier genau prüfen, was wir davon als nächstes anpacken. Eines der großen Ziele ist dabei, für alle 180 Kinder, die in die Schule gehen, Paten zu finden, innerhalb der ersten 3 Wochen haben wir schon Paten für 63 Kinder gefunden, das ist einfach sensationell!
 

Wir freuen uns über die viele positive Rückmeldung, die wir bereits von Euch zu unserem Engagement im Senegal erhalten haben und würden uns freuen, wenn ihr uns auch weiterhin unterstützt.

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